Dieter Bohlen - Dieter der Film
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Release: 03.03.2006 Anzahl Disks/Tonträger: 1 Label: Columbia d (Sony BMG) ASIN: B000EGCEGI » "Dieter der Film" bei Amazon bestellen » "Dieter der Film" bei Ebay bestellen |
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Rezensiert von: Moe07
Gasoline: Der Song wurde nach dem typischen Modern Talking/Blue System- Strickmuster produziert, d.h. zuerst Strophe, danach der „normale Refrain” und dann der „Kopfstimmenrefrain” Und das ist auch prima gelungen! Vor allem der Beat und die tollen Soundeffekte reißen mich total vom Hocker. Die hohen Chöre sind zwar fantastisch, allerdings fehlt dem Refrain die letzte Dynamik. Was noch negativ auffällt, ist die teilweise starke Verfremdung und Überarbeitung von Dieters Stimme. Trotzdem steht „Gasoline” den alten Nummern von Blue System in nichts nach, zusammen mit Dieters Gesang kommt sogar wieder das gute alte Feeling von früher wieder auf! 9 von 10 Take me to the clouds: Diese romantische Ballade kommt fast vollkommen ohne jeglichen Schnickschnack und Effekten aus. Dieter wird bis auf einen sehr sanften Bass nur von der Gitarre begleitet. Auch einen Chor, der Dieters Stimme im Refrain unterstützt gibt es nicht. Trotzdem oder gerade deshalb ist dieser Song ein echtes Highlight. Dieter hat das alles nämlich gar nicht nötig, er singt den Song so wahnsinnig gefühlvoll, dass echte Gänsehaut aufkommt! Wenn man die Augen schließt, könnte man meinen, Dieter sitzt mit der Gitarre direkt daneben! Außerdem hat das Lied einen sehr liebevollen Text und die Melodie ist auch mehr als hörenswert. 10 von 10 Shooting Star: Für mich der schwächste Song des Albums. Zwar finde ich es spitze, dass Dieter noch mal einen unveröffentlichten Modern Talking Song herausgebracht hat, allerdings bin ich vom alten Traumduo Dieter Bohlen und Luis Rodriguez besseres gewohnt. Die Melodie im Refrain ist zwar klasse, aber leider kommt der Rest vom Song nach meinem Geschmack nicht so richtig in Schwung. Auch die Soundeffekte und die hohen Chöre waren schon mal besser. Das aber aus den alten „Gesangsschnipseln” von Thomas Anders noch mal zwei neue Strophen zusammengeschnitten wurden, finde ich allerdings eine klasse Leistung! 7 von 10 If I Were You: Wenn ein Bohlenfan diese Ballade hört, wird er sich sofort heimisch fühlen. Das liegt vor allem daran, dass einem die Refrainmelodie sofort bekannt vorkommt. So oder so ähnlich klangen in den letzen Jahren schon viele Balladen aus der Feder von Dieter Bohlen. Aber wieder einmal zeigt Dieter, dass Balladen einer seiner vielen Stärken sind, der Sound passt einfach hammermäßig! Alles in diesem Song hört sich sehr stimmig an, es passt eben alles sehr gut zusammen. Trotzdem vergebe ich keine Höchstpunktzahl, weil es von Dieter noch bessere Balladen gibt und weil in diesem Fall die Kreativität nicht vorhanden ist. 9 von 10 Bizarre Bizarre: „Bizarre Bizarre” ist eine weitere Nummer im Discostil. Diese ist aber von der Machart her etwas anders als z.B. „Gasoline” und „Shooting Star”. Trotzdem hat Dieter wieder mächtig seinen Stempel aufgedrückt: Fetter Beat, fantastische Soundeffekte und die hohen Chöre. Diese Chöre klingen in diesem Song genauso gut wie schon zu früheren Zeiten. Neben einem sehr gelungenen Intro überzeugt die Nummer damit, dass Dieter auch in den Strophen auf mehreren Gesangsspuren singt. Das verfeinert seine Stimme und verleiht den Strophen etwas ganz spezielles. Der Höhepunkt des Songs ist im Refrain zu hören: Dort wechseln sich die hohen Chöre mit Dieters tief gesungenem „Bizarre Bizarre” ab. Eine wirklich super Idee, die sofort im Ohr hängen bleibt. Trotz allem fehlt mir auch bei „Bizarre Bizarre” an einigen Stellen das allerletzte Quäntchen Dynamik. Man ist einfach von Modern Talking und Blue System schon zu viel gewohnt. 9 von 10 Tears May Go: Eine weiterer Song bei dem Dieter sein ganzes Können für tolle Balladen zeigt: Gefühlvolle, ausdrucksstark gesungene Strophen mit einem zwar kitschigen, aber für die Verhältnisse von Dieter wunderschönem Text und einem traumhaften Refrain der kräftig vom Backgroundchor unterstützt wird. Am Ende setzt Dieter noch mal eins drauf und singt das letzte Wort („Darling”) so richtig lautstark, bevor der Refrain das letzte Mal einsetzt. Da kommt echte Gänsehaut auf. Selbstverständlich stimmt auch bei „Tears May Go” die Instrumentalbegleitung, die hauptsächlich von Pianoklängen bestimmt wird. 10 von 10 Don′t Let Me Down: Gleich zweimal zeigt sich Dieter auf seinem Soloalbum von seiner rockigen Seite. Das kennt man von ihm zwar weniger, aber dieses Experiment ist ihm wieder mehr als gelungen. „Don′t Let Me Down” ist ein ruhigerer Rocksong, der vom Stil her etwas an die amerikanischen Nummern aus diesem Genre erinnert. Gleich zu Beginn wird man von der schönen E-Gitarren Begleitung verzaubert, die von Dieter durch ein paar kleine Gesangseinlagen mit rauchiger Stimme untermalt wird. Wenn er dann beginnt, die Strophen zu singen, stellt man fest, dass seine kratzige Art zu singen perfekt zu Rocksongs passt. Vor allem im Refrain singt er so verdammt gefühlvoll, dass man fast automatisch zu Träumen beginnt. Dazu trägt auch die tolle Melodie und die weiterhin perfekte Instrumentalbegleitung bei. Passend zu einem Rocksong wurde natürlich ein „echtes” Schlagzeug verwendet und kein elektronischer Bass. Als Schmankerl gibt‘s dann noch ein tolles E-Gitarren Solo, bevor Dieter zum letzen Mal den Refrain singt und den Song schließlich ausklingen lässt. „Don′t Let Me Down” ist für mich ein absoluter Höhepunkt auf diesem Album. 10 von 10 Love Is Stronger: Eine weitere Ballade im Stil von „Tears May Go” und „If I Were You”. Diese ist allerdings nicht ganz so gut gelungen. Die Strophen sind nicht ganz so ausdrucksstark und auch vom Instrumentalen her kann der Song mit den anderen Balladen nicht ganz mithalten. Was mir aber am meisten ins Auge fällt ist, dass es zwischen Strophe und Refrain keinen Übergang gibt, der Refrain fängt nach der Strophe ganz abrupt an, das klingt dadurch ziemlich „abgehackt”. Der Refrain an sich ist zwar wirklich schön, aber von der Melodie und vom Text her unglaublich kitschig. Den Gipfel erreicht das bei der Textstelle „You and me, we are a team”, was für meinen Geschmack einfach zu schmalzig klingt. Im Prinzip hat Dieter bei dieser Ballade nichts wirklich falsch gemacht, nur im Vergleich zu den anderen Balladen auf dem Album wird „Love Is Stronger” etwas in den Schatten gestellt. 8 von 10 Senorita: Senorita ist lockerer Sommersong, der sogar etwas südländisches Flair verbreitet. Ein weiteres Experiment, da es für Dieters Verhältnisse eine sehr untypische Komposition ist. Das Lied besteht natürlich zuerst einmal aus Strophen die für meinen Geschmack etwas zu wenig Power haben. Da sie aber überhaupt nicht kitschig klingen, sind sie eine willkommene Abwechslung zu den Balladen. Dann folgt der Refrain, der beim ersten mal hören eher etwas langweilig klingt. Doch danach kommt eher überraschend ein weiterer Teil des Refrains der richtig schnell gesungen wird und richtig Laune macht! Für den Song wurden überwiegend Instrumente verwendet, die an südliche Gebiete erinnern sollen, was natürlich zu „Senorita” perfekt passt. Auch der sommerliche Rhythmus ist sehr gelungen. Letztendlich ist ein Song rausgekommen, der für die nötige Abwechslung sorgt, aber an vielen Stellen zu langatmig wirkt. 8 von 10 The Way You Smile: ”The Way You Smile“ ist eine der zahlreichen Balladen auf dem Album, die sich vom Stil her ziemlich gleichen. Trotzdem ist diese Nummer eine weiteres, einzigartiges Highlight auf dieser CD. Das fängt schon mal damit an, dass das Pianointro von allen Balladen eindeutig am schönsten ist. Auch die Strophen, die Dieter sehr schön interpretiert, werden vom Piano wunderbar untermalt. Der Refrain beginnt zwar wieder etwas abrupt, dafür ist dieser von allen Balladen der allerschönste. Vor allem die fantastische Melodie und der sehr aussagekräftige Text tragen dazu bei. Zudem ergänzt sich Dieter Bohlen als Hauptstimme zusammen mit den Chorsängern, die auch eher im Vordergrund singen, perfekt. Der Refrain ist zwar wieder unglaublich kitschig, das klingt aber in diese Fall wunderschön und wieder einmal sehr gefühlvoll. Spätestens wenn der Song ausklingt und Dieter „You Smile” ins Mikro haucht, dürfte der Letzte dahingeschmolzen sein. 10 von 10 How Will I Know: Als ich diesen Song zum ersten mal gehört habe, war ich wahnsinnig überrascht. Dieter zeigt sich zum zweiten mal von seiner rockigen Seite, aber diesmal haut er so richtig auf den Putz! „How Will I Know” ist eine richtig schnelle und fetzige Rocknummer! Auch hier passt Dieters kratzige Gesangstimme perfekt zum Song. Vor allem bei der zweiten Strophe hört sich Dieter an wie alter Rocker, der noch nie etwas anderes gesungen hat. Nach den kurzen, aber sehr dynamischen Strophen folgt ein klasse Refrain, der einen so richtig mitreißt und nicht mehr aus den Ohren geht. Von der Melodie her geht der Refrain zwar etwas in Richtung Pop, dass stört aber gar nicht, weil alles ausnahmslos stimmig klingt. Die Krone setzen aber die beiden E-Gitarren Solos auf, die „How Will I Know” noch fetziger machen. Nach dem letzten Refrain wird der Hörer dann noch mit einem kleinen Schlagzeugsolo verwöhnt, was den Song perfekt ausklingen lässt. „How Will I Know” ist für mich DAS absolute Highlight des Albums, vor allem weil ich es in dieser Form niemals von Dieter erwartet hätte. 10 von 10 I Promised You: Zu guter Letzt gibt es noch mal eine typische Bohlenballade. Auch diese ähnelt vom Stil her den anderen Balladen auf dem Soloalbum. Wieder einmal hat Dieter es geschafft, einen Hammer-Refrain hinzubekommen, der unglaublich viel Gefühl rüberbringt. Auch die Melodie ist in etwa genauso gut wie bei „The Way You Smile”. Die Strophen schaffen das nicht ganz, sie sind einfach nicht ausdrucksstark genug. Im Prinzip wäre das wieder eine tolle Ballade, vor allem weil die Begleitung durch das Piano wieder sehr stimmig klingt. Allerdings ist bei der Aufnahme des Songs ein meiner Meinung nach großer Schnitzer passiert: Bei der zweiten Strophe hat sich Dieter so dermaßen versungen, dass es fast schon in den Ohren weh tut. Dies hätte man eigentlich noch mal einsingen müssen! So was darf einem professionellen Produzenten wie Dieter Bohlen normalerweise nicht passieren. Wenn man aber darüber hinwegsieht ist „I Promised You” ein echter Spitzensong, vor allem wegen dem wunderschönen Refrain. 9 von 10 Fazit: Insgesamt ist das Album zum gleichnamigen Fernsehfilm einer der besten Alben die Dieter je komponiert hat. Wunderschöne Gänsehautballaden wechseln sich mit fetzigen Uptemposongs ab, die jede Menge Abwechslung bieten. Die Balladen klingen zwar alle sehr ähnlich, wenn man aber jede einzeln betrachtet, haben alle ihre ganz speziellen Vorzüge. Die Überraschung schlechthin sind die beiden Rocksongs, die man von Dieter Bohlen nicht erwartet hätte, die aber unglaublich gut gelungen sind. Auch die anderen Experimente wie die der spanisch angehauchte Sommersong „Senorita” oder die nach Lagerfeuer klingende Ballade „Take Me To The Clouds” sind sehr hörenswert. Natürlich sind auch die Songs die nach dem typischen „Bohlen-Disco-Sound” klingen wunderbar geworden. Das erinnert an die guten alten Modern Talking und Blue System Zeiten. Das eigentlich Highlight des Albums ist meiner Meinung nach aber, dass Dieter alle Songs selbst singt. Er ist sogar in den Refrains stets die Hauptsimme und hat sich nicht wie früher von bestimmten Studiosängern die Stimme „geliehen”. Nur bei den hohen Chören haben hörbar Studiosänger nachgeholfen. Damit hat Dieter bewiesen, dass er es das eigentlich gar nicht nötig hat. Man hört zwar weiterhin, dass er nicht unbedingt der Beste Sänger ist, dafür hat er mit seiner rauchigen, heiseren Gesangstimme eine ganz spezielle Art zu singen, die sehr gefühlvoll rüberkommt. Das mit „Shooting Star” ein bisher nicht erschienener Modern Talking Song zusammen mit den 6 anderen 80er-Jahre-Klassikern „You′re my heart, You′re my soul”, „You can win if you want”, „Cheri Cheri Lady”, „Brother Louie”, „Atlantis is Calling (SOS for Love)” und „Geronimos Cadillac” draufgepackt wurde, ist ein weiterer Höhepunkt und für neue Fans für Dieter Bohlen durchaus interessant. Dabei handelt es sich nicht um die Remixe von 1998, sondern um die Originalversionen aus den 80ern. |
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