Blue System - Walking On A Rainbow
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Release: 02.11.1987 Anzahl Disks/Tonträger: 1 Label: Hansa (Sony BMG) ASIN: B000006ZF6 » "Walking On A Rainbow" bei Amazon bestellen » "Walking On A Rainbow" bei Ebay bestellen |
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Rezensiert von: tino Während im Herbst 1987 Modern Talking in den letzten Zügen lag, veröffentlichte Dieter Bohlen unter dem Projektnamen Blue System sein erstes Soloalbum. Das es auch ohne seinen Sangespartner Thomas Anders geht, bewies bereits die Vorab-Singleauskopplung "Sorry Little Sarah", die für damalige Verhältnisse einen sehr guten Platz 14 in den deutschen Charts erreichte und darüber hinaus in diversen anderen europäischen Ländern und sogar Südafrika recht erfolgreich lief. Das Album selbst wurde allerdings unter Wert geschlagen: es blieb das einzige Album von Blue System, das es nicht in die Charts schaffte. Dabei bietet es einen guten Einstand für den Interpreten Dieter Bohlen und auch einen recht deutlichen Kontrast zu den Titeln von Modern Talking oder C.C.Catch aus dieser Zeit. Gangster Love: Das Album, dass insgesamt 8 Titel beinhaltet, wovon 6 als sogenannte Maxiversionen ausgewiesen sind, beginnt mit einem der besten Non-Single-Tracks von Blue System. Die melancholisch temperierten Strophen und der kraftvolle, auch nicht ganz wehmutsfreie Refrain ergeben eine wunderbare Einheit und auch das Arrangement ist stimmig. Die Melodie ist überaus gefällig und ein typischer Bohlen-sing-along-Song. Wäre auch für eine weitere Singleauskopplung aus dem Album ein Kandidat gewesen. Sorry little Sarah: Gleich die erste Single verdeutlichte Bohlens musikalische Abgrenzung von Modern Talking. Statt Disco-Fox nun Sambarhythmen. Der Rhythmus ist in der Tat sehr relaxt und, nun ja, groovy. Die Komposition selbst ist als sehr gelungen zu bezeichnen und nur im Refrain gibt es eine kleine Referenz an Modern Talking. Bohlen als Sänger singt diesen Titel in einer etwas höheren Tonart als bei den meisten anderen Blue System Songs. Interessant ist auch noch der Einsatz von Trompetenklängen am Ende dieser Version. She's A Lady: Wenn überhaupt, dann findet sich mit diesem Titel eine Übereinstimmung mit den übrigen musikalischen Werken von Bohlen bis zu jener Zeit. Die Instrumentierung und der Refrain sind eigentlich nur mit dem Wort schmissig zu beschreiben. 1988 wurde dieser Titel von Les McKeown interpretiert, der damit immerhin einen Top 40 Hit in Deutschland landen konnte, während die Blue System Version die spanischen Top 20 enterte. Als musikalische Neuerung darf hier die erstmalige Verwendung von, wie auch immer erzeugten, Pizzicatoklängen erwähnt werden. Voodoo Nights: Seite 1 des Vinylalbums klingt mit einer ungewöhnlichen Nummer aus, die in der Tat in der Lage ist, ein gewisses Voodoo-Feeling zu vermitteln. Die Nummer wirkt im positiven Sinne dreckig und verdorben. Ein Hauch von Modern Talking Chören schimmert auch bei diesem Song im Refrain durch. Love Me More: Die einzige Ballade des Albums besticht durch eine gewisse Reife und Eleganz. Sie ist weit entfernt von Bombastnummern wie beispielsweise Broken Heroes, schlägt letztgenannte Nummer aber in Sachen Melodie um Längen. Einziger Negativpunkt wäre die fast identische Textzeile "Can you hear my heartbeat?" im Refrain mit "Can you hear my heart?" in dem Refrain des Liedes zuvor. Emanuelle: Der zweite sambaorientierte Song auf dem Album. Bohlen selbst gab seinerzeit häufig zu Protokoll, wie sehr er es liebe, solche Nummern zu schreiben. Im Gegensatz zu "Sorry little Sarah" ist hier das Tempo etwas zügiger, auch unter Hinzufügung entsprechender Percussions, so dass tatsächlich ein Titel herausgekommen ist, der ein typisches brasilianisches Traditional sein könnte. Die gefällige Komposition scheint wie aus einem Guss zu sein. Big Boys Don't Cry: waren "Sorry little Sarah" oder "Voodoo Nights" schon eher ungewöhnliche Bohlen-Songs, so ist es dieser erst recht. Schon allein das interessante Rhythmusintro macht deutlich, wie sehr es Bohlen daran lag, bloß nicht mit Modern Talking in einem Topf geworfen zu werden. Auch das klasssiche Schemata Strophe, Brücke, Refrain wird hier durch die Hinzunahme von gesprochenen Versen vor den Strophen durchbrochen. Der Sinn der Worte vor "Big Boys Don't Cry" im Refrain bleibt wohl Bohlens Geheimnis. G.T.O. Der letzte Titel des Albums ist vor allem für diejenigen gedacht, die unbedingt den Bohlensound nicht vermisst haben wollen. Rhythmustechnisch und musikalisch eigentlich der belangloseste Song auf dem Album, eben aufgrund der Vielseitigkeit der sieben anderen Titel. Dennoch zählt auch "G.T.O." insgesamt zu den Glanzlichtern der Ära Blue System. |
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